NURA

Nura ist auf der Suche. Eigentlich schon ihr Leben lang. „Für mich bedeutet das nichts Negatives“, sagt sie selbst. „Im Gegenteil: Es heißt für mich, nicht stillzustehen und sich immer eiterzuentwickeln. Manchmal habe ich in der Vergangenheit vielleicht gedacht, dass ich schon angekommen bin – aber dann war ich froh, dass ich mich nicht zufriedengegeben habe, sondern weitergegangen bin.“

Ein Unterfangen, das sich gelohnt hat. Nura erhielt Gold- und Platinauszeichnungen für ihre Songs, dazu ausverkaufte Touren, 2018 außerdem noch vor der Veröffentlichung ihres Solodebüts „habibi“ die Einslive Krone als beste Künstlerin. Im letzten Jahr landete ihre Autobiografie „Weißt du, was ich meine?“, die von ihrer Kindheit als Geflüchtete aus Kuwait in Wuppertal, der Stadt Berlin und ihrem bisherigen Weg in der  Männerdomäne „Musikindustrie“ erzählt, auf der Spiegel-Bestseller-Liste.

Neben diesen beeindruckenden Erfolgen ist Nura dabei vor allem eines gelungen: Sie hat sich ein Selbstverständnis als Künstlerin erarbeitet, das in der hiesigen Musiklandschaft seinesgleichen sucht: Als laute Stimme gegen Ungerechtigkeit, Rassismus und Sexismus - und als einfühlsamer Mensch, der eben nicht nur Party- Tracks kann, sondern in seiner Musik offen über psychische Gesundheit und politische Themen spricht. Auch auf ihrem zweiten Soloalbum, das den Titel „Auf der Suche“ trägt.